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Ausgangspunkt der Arbeiten von Maike Freess ist der Mensch in seiner unvollkommenen, begrenzten und instabilen Natur, sein Verhältnis zu sich, zu seiner Umgebung, zu anderen Menschen. Indem sie "psychologische Räume" entwirft, analysiert die Berliner Künstlerin (geb. 1965) Verhaltensmuster, Rituale, gesellschaftliche Normen und Zwänge.
 
In der Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen setzt Maike Freess alle in der Kunst zur Verfügung stehenden Medien ein: Zeichnung, Fotografie, Videoinstallation und Skulptur. Die Ausstellung in der Von der Heydt-Kunsthalle ermöglicht nun erstmals, ihr faszinierendes Werk in seiner formalen Gegensätzlichkeit so umfangreich im Zusammenhang zu sehen. Das Wechselspiel der Kunstgattungen zeigt Maike Freess‘ Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
 
Zentrales Motiv ist die menschliche Figur, die meist in einer Traumwelt gefangen zu sein scheint. Bei den großformatigen und präzise durchgearbeiteten Zeichnungen dominieren das klassische Kopf- und das Ganzfigurenporträt. In den Fotografien inszeniert sich die Künstlerin immer wieder selbst in irrealen Situationen; das Selbstbildnis verliert alle Gewissheit.
 
Die an absurdes Theater erinnernden Videoszenen erzählen vom Scheitern der Kommunikation, von Isolation und Ohnmacht in einer kontaktarmen, sich immer stärker inszenierenden Welt. Die Künstlerin thematisiert so individuelles und gesellschaftliches Sein und Handeln, besonders auch vor dem Hintergrund kultureller und sozialer Differenz.
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Maike Freess,
Puls schweigt, 2015, Bleimine
paper-cut-out auf Papier, 200 x 100 cm
 
Insomnia 2 - Geteert / Gefedert, 2004,
Lambda Farbfotografie, 180 x 90 cm,
Privatsammlung Berlin
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