KMV
Ermöglicht durch:
Abbildungen
Karl-Heinz W. Steckelings, Tanztheater Pina Bausch: Adagio, 1974
Boris Mikhailov, Ohne Titel, 1986/2000, aus der Serie: Salt Lake, 1986
Thomas Fischer, Ohne Titel (Doppelpack), 1996
Florence Henri, Robert Delauny vor seinen Arbeiten, vor 1941
Eugen Batz, Industrieanlage Duisburg, 1928/1979
© der abgebildeten Werke, soweit es nicht bei den Künstlern selbst bzw. ihren Erben liegt:
Eugen Batz, Boris Mikhailov bei VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Alle Von der Heydt-Museum Wuppertal
Webhead Fotoausstellung 749_300

10.6. - 13.8.2017

Fotos aus der Von der Heydt-Sammlung

1952 gab der Ankauf des Fotos "Robert Delaunay vor seinen Arbeiten“, von der Künstlerin Florence Henri Anfang der 1940er Jahre aufgenommen, den Anstoß, am Von der Heydt-Museum ein neues Sammelgebiet aufzubauen. Allerdings dauerte es noch einmal fast zwei Jahrzehnte, bis sich mit dem Erwerb von Jan Dibbets "Ebbe und Flut“ 1970 die Sammeltätigkeit auf dem Gebiet der Fotografie intensivierte.
 
Die zunehmende Anerkennung der Fotografie als künstlerisches Medium spiegelt sich seither auch in den Ausstellungen unseres auf Malerei, Skulptur und Grafik spezialisierten Museums. Die experimentelle Arbeit mit der Kamera begeisterte bereits seit den 1920er Jahren viele Maler. Als frühe Beispiele fanden Fotos von Malern wie Christian Schad, Man Ray sowie  als umfangreichstes Konvolut Abzüge von Negativen aus dem Nachlass des Künstlers Wols Eingang in unsere Sammlung. Seine herausragende Fotokunst wurde in Zusammenarbeit mit seiner Familie erstmals 1978 im Von der Heydt-Museum vorgestellt.
 
Mittlerweile umfasst unsere Sammlung etwa 900 Abzüge. Die Werke wurden aus den zahlreichen Ausstellungen im Von der Heydt-Museum oder in der Barmer Kunsthalle erworben, andere Ankäufe stammen aus Galerieausstellungen oder kamen als Geschenke der Künstler hinzu. Gut vertreten sind Porträtfotografen. Künstler wie Hugo Erfurth, August Sander, Ingrid von Kruse und Nicole Aders porträtierten bekannte Persönlichkeiten Maler, Bildhauer und andere Kulturschaffende der Wuppertaler Gesellschaft.
 
Interessant zu verfolgen ist überdies die Entwicklung der Natur- und Architekturfotografie, die die Experimente der 1920er Jahre heute mit modernen technischen Mitteln verbindet. Die Detailgenauigkeit des Kamera-Auges und die Möglichkeiten der extremen Perspektive hatten schon die Künstler der Neuen Sachlichkeit und des "Neuen Sehens“ dazu geführt, die Wirklichkeit in abstrakte Formbilder zu verwandeln oder die spezifische Atmosphäre eines Ortes ansichtig zu machen. Karl Blossfeldt, Eugen Batz sowie Bernd und Hilla Becher sind hier zu nennen.
 
Mit den 1970er Jahren kommt als neue Funktion der Kunstfotografie die Aufzeichnung von Aktionen und Performances hinzu. Mit Klaus Rinke und Guido Jendritzko zeigen wir prominente Vertreter. Die fünf Räume der Kunsthalle konzentrieren sich mit einer Auswahl aus der umfangreichen Sammlung auf die Themenkreise Menschen und Porträts, Architektur und Landschaft, Fotokunst und Experimente, Stillleben, Stories und Performances.
Fotografen
 
Nicole Aders
Claudia Angelmeier
Michael Badura
Eugen Batz
Monika Baumgartl
Bernd und Hilla Becher
Karl Blossfeld
Max Burchartz
Jan Dibbets
Stephan Erfurt
Hugo Erfurth
Thomas Fischer
Thomas Florschuetz
Günther Förg
Peter Frese
Florence Henri
Georg Janthur
Guido Jendritzko
Bernard Larsson
Martha Laugs
Erich Lessing
Rolf Löckmann
Inge Mahn
Boris Mikhailov
Christiane Möbus
László Moholy-Nagy
Holger Mühlenbeck
Christoper Muller
Marie Luise Oertel
Irving Penn
Anne und Patrick Poirier
Bettina Pousttchi
Man Ray
Albert Renger-Patzsch
Klaus Rinke
Franz Roh
Erich Salomon
August Sander
Michael Seeling
Karl-Heinz W. Steckelings
Rüdiger Tag
Björn Ueberholz
Ingrid von Kruse
Ursula Wevers
Wols
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